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21. Juni 2022

Slowenien 2022




Wie schon in den vergangenen Jahren steuern wir das "Camp Gabrje" im Soča-Tal an. Diesmal sind wir eine 5-köpfige Gruppe. Auf dem Campingplatz und am Kobala-Starplatz treffen wir auf weitere Bekannte von der Hohen Wand. 

In Gabrje ist noch mehr los als in den vergangenen Jahren, am Naviter Open nehmen 128 ParagleiterInnen teil. Ich komme am Mittwoch Abend an und komme gerade recht zur großen Party. Ein genialer DJ heizt richtig ein, auf der Tanzfläche ist der Bär los. Ab und zu muss man sich einfach "die Blödheit aus dem Schädel tanzen". 

Am nächsten Tag sind Gewitter angesagt. Schnell in die Luft kommen! Die Starthelfer sind eifrig und wie gewohnt ist das ganze Starterfeld in einer halben Stunde in der Luft. Auch mir wurde geholfen, danke, in den nächsten Tagen betätige ich mich als Starthelfer. 

Mit vielen "ThermikzeigerInnen" geht es zügig nach oben, doch am Stol schaut es schon ziemlich schwarz aus. Es ist zwar doch kein Gewitter gekommen, aber sicher ist sicher: Mit angelegten Ohren? mache ich mich aus dem Staub. Auch der Task? wird gestoppt, was die TeilnehmerInnen einander durch Ohrenanlegen mitteilen. 

Trotz aller Vorsicht hat sich leider ein tödlicher Unfall am Stol ereignet. Ich drücke den Verwandten und FreundInnen der verunglückten Pilotin mein Beileid aus.

Die nächsten Tage bescheren uns perfekte Thermik, aber auch zeitweise recht sportliche Verhältnisse. Endlich einmal den Sprung zum Stol und zurück nicht nur gewagt sondern auch geschafft. Mit 46km schiebe ich meine (bescheidene) Bestmarke um 10km hinaus.
Zum Vergleich: Von den FreundInnen sind einige über 100km geflogen, Martin Roth hat seinen ersten 100er. Gratuliere!

 
Der Blick in die Julischen Alpen ist immer wieder überwältigend. 

 


Die beeindruckenden, aber auch Ehrfurcht gebietenden Felswände des Krn (italienisch: Monte Nero) haben mich in ihren Bann gezogen. 

Der Campingplatz erstreckt sich entlang der Soča in weitgehend unberührter Natur. Abends fliegen Glühwürmchen, morgens werden wir von Vogelstimmen geweckt. Die Mönchsgrasmücke spricht hier einen regionalen Dialekt und klingt ganz anders als von zu Hause gewohnt. Dass es eine Mönchsgrasmücke ist, konnte ich mithilfe der birdnet app bestätigen. 

 

 

Sogar eine Schlange besucht uns an unserem schattigen Plätzchen. 




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