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29. Juni 2020

Kobala: Als Zaungast bei der Freedom Open




Werden wir fahren können? Werden die Grenzen offen sein? Oder doch lieber in Österreich bleiben? Diese Fragen beschäftigen Rudi und mich. Die Reise war schon länger geplant.
Die Alpen-Südseite ist wetterbegünstigt und auch sonst spricht nichts gegen das ursprünglich geplante Ziel in Slowenien. 


Allein schon die Anreise durch die faszinierende Gebirgslandschaft ist ein Erlebnis.




Unsere Bleibe soll das Kamp Gabrje sein, Stützpunkt für viele Gleitschirm-Bewerbe.
Warum ist der Campingplatz so voll? Wir werden es bald erfahren:

Die Freedom Open, ein international und hochkarätig besetzter Wettkampf. International, aber leider ohne ÖsterreicherInnen. Und ganz so "open" ist der Bewerb nicht, die PilotInnen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen bzw. wurden ausgewählt. 







Wir stellen Zelt und Campingbus am Ufer der Soča auf. Dank Solaranlage sind wir nicht auf einen Strom-Anschluss angewiesen, so dass wir einen etwas abseits gelegenen Platz wählen können (roter Kreis im obigen Bild). 

Alles geht hier denkbar einfach: Bei der Rezeption des Campingplatzes das Ticket für den gewünschten shuttle-bus kaufen (10€ pro Auffahrt + 4€ Tagesgebühr). Die Busse zum Startplatz fahren stündlich. Der Landeplatz ist unmittelbar beim Campingplatz. Wenn man nicht absäuft? kann das Auto die ganze Zeit stehen bleiben. 

Die Vorhersage für den ersten Tag ist uneindeutig. Sowohl Nord- als auch Südwind sind prognostiziert. Südwind ist gut, Nordwind ist schlecht. Es ist spannend. Doch wir können den WettbewerbspilotInnen beim Briefing über die Schulter schauen und haben genug "dummies"?


Die Wettkampf-Atmosphäre als Unbeteiligte und ohne Stress genießen. Die "Spazier-FliegerInnen" verbringen die Wartezeit damit, den WettbewerbspilotInnen beim Start zu helfen. Man kann in Ost- oder Westrichtung starten, der Wind kommt aus Süden. Einmal ist die Ost-, dann wieder die Westseite begünstigt, ideal ist der Wind zum Starten nie. 

Nachdem alle TeilehmerInnen gestartet sind können wir uns selbst in die Lüfte schwingen. Der überregionale Nordwind beeinträchtigt das Flugvergnügen nicht, wir haben einen feinen Flugtag. 

Auf dem Weg zum Camping- und Landeplatz mache ich noch einen Abstecher zur Burg um zu schauen ob sie thermisch etwas hergibt. Sie gibt nichts her, also Landeplatz ansteuern. Unverhofft, über flachem Gelände, erwische ich eine Thermik die mich in einem Zug 1000m höher bringt! Noch ein bisserl spazieren fliegen.

Ich widerstehe der Versuchung, neben dem Zelt zu landen. Hier scheint der alte Landeplatz zu sein, ein Mast der einmal einen Windsack getragen hat steht noch. Aber doch den offiziellen Landeplatz wählen. 

60 der 80 TeilnehmerInnen konnten ins Ziel fliegen, am Landeplatz ist dementsprechend einiges los. Am Abend wird noch ausgiebig gefeiert.







Der nächste Tag bringt ganz ähnliche Bedingungen und erweist sich wieder als feiner Flugtag. 
Am Dritten Tag weckt mich Regen der auf das Zelt prasselt. Zu Hause gibt es beunruhigende Neuigkeiten: Die Bernahrdinerhündin Polly zeigt Lähmungserscheinungen, Eva konnte sie nur mit Hilfe der Tierärztin auf die Beine bringen und später gar nicht mehr. Zu alldem ist noch der Strom ausgefallen, Eva benötigt Hilfe. So treten wir vorzeitig den Heimweg an.

Polly mit einer improvisierten Tragbahre ins Auto tragen, erst zum Röntgen und CT und dann ins Tierspital fahren. Untersuchungen, Befunde, Konsultationen und eine Entscheidung. 


Ein großes Herz schlägt nicht mehr. 













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