Frequently Asked Questions
Wenn ich erzähle dass ich paragleite, werden mir viele Fragen gestellt. Hier kommt ein "best of".
Du springst mit einem Drachen? oder Fallschirm? oder...?
Die verschiedenen Begriffe habe ich in meinem kleinen Wörterbuch erklärt.
Du fliegst auch im Winter... ist es da nicht furchtbar kalt?
Es gibt zwei Möglichkeiten:
- Es ist keine Thermik, was im Winter meistens der Fall ist. Dann dauert der Flug von der Hohen Wand 5 Minuten. Da wird einem nicht kalt.
- Es gibt Thermik. Dann ist die Freude so groß, dass die Kälte keine Rolle spielt.
Aber auch im Sommer kann es kalt werden, wenn es in der Thermik hoch hinauf geht.
Braucht man einen Flugschein?
Ja.
Ausführlicher hier
Kann ich einen Tandemsprung mit dir machen?
Nein.
Erstens springen wir nicht, sondern fliegen (wobei dieser Ausdruck trotzdem fälschlicherweise verwendet wird, sogar von Flugschulen).
Zweitens braucht man als Tandem-Pilot eine eigene Ausbildung, die ich nicht habe. Und auch nicht machen werde.
Was kostet der Spaß?
Darüber habe ich hier geschrieben.
Was machst du, wenn der Wind aufhört?
Wenn Wind (beim Hangfliegen) oder Thermik nachlassen, gleitet man einfach zu einem Landeplatz.
Wie fühlt sich die Schwerelosigkeit an?
Normalerweise sind wir gar nicht schwerelos. Wir brauchen sogar die Schwerkraft, denn sie zieht nicht nur nach unten, sondern auch nach vorne.
Wirklich schwerelos ist man nur im freien Fall. Das kann schon passieren, z.B. wenn der Schirm einklappt. Manche finden das lustig, ich könnte darauf verzichten.
Wie schwer ist dein Rucksack?
10 kg.
Das ist ungefähr Mittelklasse. Diese Ausrüstung kann ich noch auf den Berg hinauf tragen, aber nehme keine Kompromisse hinsichtlich Flugleistung, Komfort und Sicherheit in Kauf.
Wie kommmst du (wieder) zum Startplatz hinauf?
Seilbahn, Auto, ggf. öffentliche Verkehrsmittel, Flugschulbus, Autostopp, zu Fuß hinauf gehen (hike and fly),....
Eventuell kann man auch oben am Berg landen (toplanden).
Ist paragleiten gefährlich?
Ja. Siehe hier.
Ist dir schon einmal etwas passiert?
Ja, leider. Ausführlicher Bericht hier.
Wie ist das Gefühl, sich in den Abgrund zu stürzen?
Wir stürzen und nicht in irgendwelche Abgründe, sondern "rennen bis die Fetzen fliegen" (wörtlich zu nehmen). Wenn etwas schief geht, z.B. der Schirm einklappt oder Leinen verheddert sind, bleibt man einfach stehen und zieht den Schirm mit den Bremsleinen herunter. Dass man stolpert und einen "Bauchfleck" macht, kommt auch gelegentlich vor.
Bei einem Klippenstart muss der Schirm bereits tragend über dem Piloten stehen, bevor man einen Schritt nach vorne macht und - fliegt.
Manchmal nimmt einem der Wind die Entscheidung ab und reißt einen gleich vom Stand in die Höhe.
Bist du vor dem Start nervös?
Nein. Meistens nicht.
Aber wir haben einen sehr guten Piloten im Verein, der von der Hohen Wand schon zum Plattensee, ins Mühlviertel und ins Salzkammergut geflogen ist. Und der ist vor jedem Start nervös.
Wo fliegst du?
Hauptsächlich auf der Hohen Wand, südlich von Wien.
Aber auch andere Fluggebiete sind reizvoll. Ich war schon auf dem Gaisberg, in Hinterstoder, im Sarntal, in Slowenien, Nordmazedonien, Namibia, usw.
Nimmst du an Wettbewerben teil?
Nein. Ich hab's probiert, die anderen können es besser.
Auf diesem Blog beschreibe ich meinen (wohl nie abgeschlossenen) Weg zum Fetzenflieger, zum Sacklhupfer, zum Paragleiter. Hoffentlich wird eines spürbar: Das unbeschreibliche Gefühl, die Faszination, die Erfüllung eines Traumes! Fliegen!
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